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Demografischer Wandel

Ablauf einer Dorfmoderation in Phasen

1)  Vorbereitungs- und Kontaktphase: Akzeptanz und Information
a) Akzeptanz auf allen Ebenen schaffen - informell im Vorfeld:
Landkreis: Kreistag, Ausschuss, Dezernat, Leader, DB
Gemeinde: Bürgermeister, G-Rat
Ort: OBM, Ortsrat, Vereine (Koordinationstreffen), Realgemeinden, Forst-Genossenschaften, andere Genossenschaften, Initiativen
immer mit Offenheit für den Prozess und „Ohr an den Nöten“ der Menschen

> Konkurrenz zw. Dorfprozess und Ortsrat vermeiden, indem systematisch Ortsrat integriert ist in DV + AGs und selber informiert in Ortsrat
Systematisch eingebaute Information an Gemeinderat
> Vernetzung der Akteure
> informelle Bekanntmachung des Projektes

b) Struktur-Analyse: Informationen über Region, Dorf, Strukturen
- Geschichte, Wirtschaftsgeschichte
- Bevölkerung, demographische Entwicklung
- Wirtschaft
- Infrastruktur: Verkehr, Gesundheit, Dinge des täglichen Lebens, Kultur, Gastronomie, Kinder-Jugend, Alte
- Politische Gemeindestruktur
- Bauliche Situation, Treffpunkte drinnen und draußen
- etc:

2)  Einstiegsphase: großer öffentlicher Auftakt
Start mit größeren Auftaktveranstaltung, Bürgerversammlung:
- Rahmung + Unterstützung durch die „Offiziellen“ mit der gebotenen Zurückhaltung im Anschluss
- Vorbedingungen, Vorbehalte erkunden bzw. ausschließen
- Herzstück: Ideensammlung meist mit Kärtchen, damit sich möglichst viele sich äußern können, Fragestellung: offen oder gezielt
- Clustern
- Stimmungs- und Meinungsbilder
- weiteres Vorgehen und Informationswege vereinbaren
> Themensammlung zeigt Interessens-Vielfalt und Potenziale im Dorf
> Bürger/innen zur Mitarbeit im Dorfprozess gewinnen

3)  Strukturierungsphase
Eventuell eine zweite Veranstaltung zum Clustern bzw. Gründung von AGs
um Ruhe und Zeit für Reflexion reinzubringen
Aufgabe der Moderation: Formulierung der Themenstellung und Eigenständige Arbeit in AGs anleiten
> Schwerpunktthemen im Dorf herausarbeiten
> Installation verbindlicher Arbeitsstrukturen: Prozedere der Dorfversammlungen und AG-Zuschnitte vereinbaren
> Kontinuität der Weiterarbeit sichern

4)  Eigenständige Arbeit in den Arbeitskreisen
Um die Bürger ihre eigene Wirksamkeit erfahren zu lassen, sit es enorm wichtig, die Intensität der Betreuung durch die Moderation langsam zu minimieren. In dieser Phase sollen die AGs an der „langen Leine“ möglichst selbständig arbeiten und nur auf Anfrage Unterstützung durch die Moderation erhalten: fachliche Information beschaffen, Gespräch mit Behörden vermitteln, Vernetzung, Terminkoordination
> Eigenständigkeit der AGs
> Entwickeln von Utopien und Projektideen und ihre Durchführung
> Kommunikation unter den AGs, in die DV und die Öffentlichkeit’

5)  Einbeziehen von Gremien  und der Dorföffentlichkeit
Je nach Länge des Prozesses kann es Bilanzierungen zwischendurch oder am Ende geben:
Die Bilanz des Prozesses wird in Dorföffentlichkeit und die Gremien und Nachbargemeinden gegeben. Der Kreis schließt sich: alle die zu Beginn involviert waren, sollten auch am Ende involviert werden.
> Dorf-Leitbild?
> Projekte-Ziele-Katalog: realisiert – in Planung (kurz-, mittel-, langfristig)

> Zustimmung der breiten Dorföffentlichkeit,
> neuen Akzeptanz auch gerade der Skeptikern, neue ins Boot holen

6)  Schriftliche Dokumentation
Das Festhalten des Prozesses, der konkreten Ergebnisse, der Planungen ist wichtig
> für das Selbstverständnis eines Projektes
> für die Vermittlung ins Dorf
> für die Weiterarbeit
> als Legitimation gegenüber Geldgebern
Das Reflektieren und Analysieren der Erfolgsfaktoren ist als Modellprojekt wichtig.
Evaluation-Begleitforschung.



                                          Protokoll vom 23.1.2015

Auftakt-Dorfversammlung nach der Besinnung auf die Folgen des demographischen Wandels und die Möglichkeiten einer Dorfmoderation in Weißenborn . Anwesend: 23 Einwohnerinnen und Einwohner – das sind etwa 10% aller Weißenbörner. Begrüßung und Einführung durch den Ortsbürgermeister Andreas Backhaus . Versammlung geleitet von Friedrich Ehbrecht und Hella Kohrs-Kaumanns.
Dauer: 20:00 bis 21:30 Uhr
Es geht zunächst um das Sammeln von Ideen zu machbaren Projekten. Viele beispielhafte Aktivitäten gibt es bereits, wie etwa Tannenbaumaufstellen, „Knut“, Kirmes…, Hinweis auf den Dorfabend am 30.1.: Videos aus Weißenborn . Nicht nur neue Feiern sollen geplant werden. Es geht darum, die Dorfgemeinschaft auf unterschiedlichen Ebenen zu stärken, besser: wieder zu stärken.
Beispiel: Die Kirchengemeinde organisiert einen Besuchsdienst für die Einbindung von Älteren, Alleistehenden, Kranken.
Ganz wichtig: Die jüngeren und ganz jungen Leute, deren Beanspruchung und Zeitprobleme durchaus gesehen werden, müssen bei allen Überlegungen eingebunden werden. Ihre Wünsche und Vorstellungen von einem gelungenen Dorfleben müssen berücksichtigt werden. Dazu sollen etwa die Mitglieder der Jugendfeuerwehr als Kontaktpersonen angesprochen werden.
Ebenfalls wichtig: Ausgaben und Kosten sollen vermieden oder möglichst niedrig gehalten werden. (Spendendosen, Verteilung von Unkosten auf die Beteiligten…)
Konkrete Pläne:
Gemeinsames Eintopfessen im Sporthaus im März. Vorbereitungsteam steht.                             
Boule- Turnier, evtl. mit Picknick – abhängig vom Sommerwetter spontan zu         organisieren.  
Maibaum aufstellen zum 1. Mai, Form hängt ab vom Wetter.
Keine Vorträge, die mit Bezahlung verbunden wären!
Es wird deutlich, dass fast alle Ideen voraussetzen, dass das Sporthaus in der bewährten Weise genutzt werden kann .Dafür muss etwas getan werden, sowohl in finanzieller wie in personeller  Hinsicht. Das nächste Treffen dieser Art soll im März stattfinden. Es gibt bereits Ideen, die noch nicht zur Sprache kamen. Vom heutigen Termin wurde eine Anwesenheitsliste erstellt. Ebenso wurde der Anfang einer e-mail-Verteierliste gemacht, die bestimmt eine gute Grundlage für rasche Absprachen werden kann.

Hella Kohrs-Kaumanns  
 



 
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